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Astrid Lindgrens Leben

 

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Astrid Lindgren kam am 14. November 1907 als Astrid Anna Emilia Ericsson in Näs bei Vimmerby im schwedischen Smâland auf die Welt. Sie wuchs zusammen mit ihrem älteren Bruder Gunnar (1906–1974) und zwei jüngeren Schwestern Stina (1911–2002) und Ingegerd (1916–1997) auf. 

Das Geburtshaus von Astrid Lindgren                                 Foto: Martin Meßing

 

Im Jahr 1914 wurde Astrid in Vimmerby eingeschult. Nach Sitte der Zeit war für Kinder einfacher Leute die eigentliche Schulzeit schon nach drei Jahren zuende. Nur Kinder reicher Familien besuchten eine weiterführende Schule, denn dafür musste man mehr als 23 Kronen im Halbjahr bezahlen.Die Eltern von Astrids Freundin konnten das Ehepaar Ericsson von einer weiterführenden Schulbildung ihrer Tochter überzeugen. In den folgenden sechs Jahren lernte die fleißige und begabte Astrid vor allem Sprachen: Englisch, Französisch und Deutsch. Ihr Lieblingsfach in der Schule war aber das Schreiben von Aufsätzen.
Sie heiratete Sture Lindgren und bekam die Kinder Lars und Karin. 1941 zogen die vier Lindgrens in eine Wohnung in Schwedens Hauptstadt Stockholm. In dieser lebte Astrid Lindgren bis zu ihrem Tode.

Im Alter von 37 Jahren erfand Astrid Lindgren die Geschichte von Pippi Langstrumpf. Die einen sagen, Pippi sei ein Geburtstagsgeschenk für Karin. Andere behaupten, Pippi entstand am Bett der kranken Karin, die schon alle Geschichten kannte, so dass Mama Astrid nichts anderes übrig blieb als eine neue Heldin zu erfinden.
In den nächsten Jahren schrieb Astrid Lindgren die Bücher von "Meisterdetektiv Blomquist," "Wir Kinder aus Bullerbü", "Mio, mein Mio" "Madita", die Geschichten von "Michel aus Löneberga" und viele mehr. Die meisten ihrer Bücher entstanden im Bett.  Dort schrieb Astrid Lindgren am liebsten. Insgesamt wurden es ungefähr 70 Kinder-  und Jugendbücher, die in 76 Sprachen  aber auch im übersetzt wurden und für die sie auch viele Preise erhielt.  Diese waren ihr wichtig, genau so wie die Einhaltung der Kinderrechte in Schweden und sonst wo auf der Welt. Aber auch der Einsatz gegen Tierquälerei und gegen die Massentierhaltung in Schweden lagen ihr sehr am Herzen. Immerhin verdanken die Tiere in Schweden ihr das Inkrafttreten eines neuen Tierschutzgesetzes.

Am 22. Oktober 1978 wird Astrid Lindgren mit dem angesehenen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in der Paulskirche in Frankfurt am Main ausgezeichnet. Die Jury begründet es damit, dass Astrid mit ihrem gesamten Werk beispielhaft ist "für alle, die mit ihren Büchern Kindern in aller Welt als unverlierbaren Schatz die Fantasie schenken und ihr Vertrauen zum Leben bestärken".
Vor der Entgegennahme des Preises schreibt Astrid Lindgrendie die bewegende Rede Niemals Gewalt! über den Zusammenhang von Gewalt gegen Kinder und Gewalt auf der Welt. Nach einer Vorabprüfung bitten die Veranstalter Astrid Lindgren, Abstand davon zu nehmen, sie zu halten. Astrid antwortet, dass sie dann auch nicht kommen wird. Angesichts dieser Drohung geben die Veranstalter nach.  

92-jährig gab sie im Jahre 2000 in einem Interview bekannt, dass sie sich nun vom Schreiben ausruhen wolle.
Zwei Jahre später, im Januar 2002 starb Astrid Lindgren im Alter von 94 Jahren in der Stockholmer Wohnung, in die sie 1941 mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern eingezogen war.

Am 8. März 2002 nahmen ca. 100 000 Menschen an Astrid Lindgrens wahrhaft märchenhaftem letzten Geleit durch die Innenstadt von Stockholm teil. Ihr weißer Sarg, bedeckt mit roten Rosen, wurde am frühen Nachmittag mit einer antiken Pferdekutsche durch die Stadt geleitet. In Gedenken an das Pferd der wohl berühmtesten Romanfigur Lindgrens, "Pippi Langstrumpf", trottete ein Schimmel hinterher, es folgte ein junges Mädchen. Am Trauergottesdienst im Stockholmer Dom nahmen auch König Carl Gustaf und Ministerpräsident Göran Perrson teilnehmen. Inger Nilsson, die als Kind die Pippi im Film verkörperte, hielt eine bewegende Trauerrede.

Ihr letzter Wunsch ging in Erfüllung: Sie fand ihre letzte Ruhe in Smâland neben ihren Eltern.

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Die letzte Ruhestätte von Astrid Lindgren

Foto: Martin Meßing

 

Mehr aus dem arbeitsreichen Leben Astrid Lindgrens findet ihr auf

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